Aufgabenstellung:

AA: Stellen Sie sich vor, Tschanz hätte ein Tagebuch geführt. In seinem Tagebuch könnte Tschanz seine geheimsten Gedanken formulieren, vor sich selber sein Innenleben preisgeben. Formulieren Sie drei verschiedene Tagebucheintragungen von Tschanz, mit denen er auf Ereignisse und Erlebnisse aus dem Romangeschehen reagiert.

Das Buch: "Der Richter und sein Henker"


1 Kommentar 11.2.09 21:52, kommentieren

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04. November 1948

 - ein Morgen mit erstem Erfolg!

Liebes Tagebuch,

heute hatte ich erstmals in meinem Leben ein Gefühl von Erfolg. Am Morgen kam ein Anruf von Dr. Lucius Lutz bei mir an. Er gratulierte mir, dass ich beim Fall Schmied die Ermittlungen mit Kommissär Bärlach leiten dürfe.

Dass ausgerechnet ich als Ermittler hinzugezogen wurde, ist für Bärlach unerklärlich, denn er hält mich immer noch für den besseren Briefträger. Nun aber habe ich endlich die langersehnte Chance mich vor Bärlach zu beweisen. Das einzige was ich machen muss, ist Gastmann zu verdächtigen und irgendwelche Beweise zu sammeln, die zeigen, dass er der Mörder ist, und nicht ich.

Was mich heute morgen aufgeregt hat, ist dass Bärlach mir auch noch unter die Nase binden musste, dass Schmied der "begabteste" Kommissar überhaupt war. Irgendwann werde ich es auch noch Bärlach heimzahlen.

Als ich Kommissär Bärlach erklärt habe, wie der Tod hätte zustande kommen, meinte er nur lässig: "Jetzt will ich mir doch eine Zigarette anzünden".

Bislang laufen die Untersuchungen mit Bärlach zusammen weniger gut. Er sieht mich immer noch als den "kleinen Tschanz" an, der nichts kann. Ich werde es ihm aber noch beweisen.

Bis bald!

1 Kommentar 15.2.09 14:37, kommentieren

05. November 1948

- Verhör des Schriftstellers

Liebes Tagebuch,

heute Abend gingen ich und Kommissär Bärlach zum Schriftsteller. Ich wollte eigentlich direkt zu Gastmann, weil ich ihn stellen wollte. Der Kommissär jedoch wollte lieber zuerst zum Schriftsteller und bei ihm eine Zeugenaussage verlangen. Er kennt nämlich Gastmann sehr gut.

Auf dem Weg dorthin sprach Bärlach mit mir. Er versuchte mir klarzumachen, dass wir Gastmann - vorerst - nicht verhören dürften, da der Fall an den Bundesanwalt weitergegeben wurde. Wir müssten also noch warten, bis Dr. Lutz uns die Verfügung für ein Verhör und weitere Untersuchungen gibt. Mir passte das ganze gar nicht in den Kram, da ich ja Gastmann stellen wollte, ihn für den Mord verantwortlich machen wollte. Außerdem ist diese Situation für mich sehr schlecht, da ich Bärlach ja beweisen will, dass ich besser als Schmied bin. Das geht aber nur, wenn ich zu Gastmann kann und ihn stellen kann. Ich sagte zu Bärlach, nachdem er mir die Situation erklärte, dass Lutz die Ermittlungen einschränkt.

Nachdem Bärlach mich noch weiter provozierte, konnte ich es nicht mehr aushalten, ich nahm Bärlach an den Schultern schüttelte ihn und versuchte ihm so klar zu machen, dass das für mich eine einmalige Chance ist und dass nur noch er mit Lutz reden kann und diesen überreden kann, dass ich die Ermittlungen bei Gastmann fortsetzen darf.

Bärlach ist für mich eine Bremse, genauso wie Lutz. Sie halten meine Ermittlungen auf. Ich will doch einfach nur Gastmann zum Mörder machen. Aber wenn ich nicht ermitteln darf, bringt mir das nichts.

1 Kommentar 15.2.09 14:57, kommentieren

06. November 1948

- die Ermordung Gastmanns

Liebes Tagebuch,

heute musste ich schon wieder morden.

Angefangen hat alles, als ich zu Gastmann aufstieg um ihn zu verhören. Ich ging schon mit einer riesigen Wut zu ihm rauf.

Aufgeregt hat mich die Art Gastmanns. Er sagte zu mir lachend: "sie sind es also" und "So meinte es der Alte! Nicht ganz ungeschickt, ganz und gar nicht ungeschickt!". Wie er redete brachte mich zur Weißglut.

Als kurz darauf einer seiner Diener auf mich schoss, und mich am linken Arm traf, nahm ich meinen Revolver und schoss auf Gastmann. Dieser hörte schnell auf zu lachen und fiel tot zu Boden.

Mir hat das ganze nur Ärger gebracht, ich muss mir jetzt Ausreden ausdenken.

1 Kommentar 15.2.09 15:10, kommentieren


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